Wintermogo 10.12.2017

Wintermogopredigt 10.12.2017

Thema: Du sollst nicht ehebrechen.

- Deutschland ist führend.
- nicht mehr in der Wirtschaft, im Fußball, bei den Schwimmern, sondern in der Scheidungsstatistik.
- Da sind wir ganz vorn mit dabei.


- Ein Witz aus einem Witzbuch greift das auf: „Meine Mutti hat mich ganz doll lieb“ erklärt die Tochter einer Nachbarin. „ Sie hat schon 3 Väter umgetauscht, aber mich behält sie immer.“
- Das ist aber nicht lustig, sondern dramatisch.

- Die meisten kennen meine Biografie soweit, dass sie wissen, dass es da 18 Jahren die Scheidung meiner ersten Ehe gegeben hat.
- Wer jetzt denkt: Na bloß gut so schlecht wie der bin ich ja doch nicht, hat leider Pech gehabt und lügt sich und anderen die Hucke voll – behaupte ich einfach.
- Jesus sagt einmal: „wenn ihr einen anderen Partner auch nur begehrt, so habt ihr mit ihm die Ehe gebrochen.
- Ich kenne niemanden der das von sich behaupten kann. Schließlich hat man es ja nicht nur mit Hexen und Quasimotos zu tun.
- Somit wird, dass jeder einen Bezug zu dem Gebot hat, ob nun offen sichtbar oder verdeckt.

- Nun als erstes hat mich die Frage bewegt, ob ich nach einer Scheidung überhaupt zu dem Thema sprechen kann?

- Für mich selbst kann ich diese Frage schnell beantworten, denn dürfte ich nur über Themen reden,
die man – wie man so schön sagt: unter den Füßen habe, dann müsste ich, müssten die meisten Prediger schweigen.


- Damit sind wir schon bei einen der wichtigsten Aussagen im Christlichen Glauben.
- Nämlich, wir leben aus der Vergebung heraus.
- Unser Herr, Jesus Christus, starb an einen grob gehauenen Holzkreuz. Nicht in der Ahnung, dass dies irgendjemand spektakulär finden könnte,
sondern es ging immer nur um zwei Dinge: 1. Deine und 2. meine Rettung.

- Wovor müssten wir gerettet werden?

- Wenn jemand zu schnell fährt und damit Schaden anrichtet, hoffen wir dass das gerichtliche Konsequenzen hat.
- Wenn jemand in deine Wohnung einbricht, dann hoffen wir, dass er gefasst und verurteilt wird.
- Wenn jemand einen anderen Gewalt antut, dann hoffen wir, dass es Folgen für ihn hat.

- Wie könnte solch ein Täter gerettet werden?
- Nur indem er ehrlich einsieht, dass er falsch gehandelt hat, dass er einsieht, dass er eine Strafe verdient hat…und das letzte kann er nicht selbst machen...
- … und indem man ihn begnadigt.

- Gott hat Regeln aufgestellt. Die Gebote gehören ohne Frage dazu.
- Und Gott hat auch gesagt, wer dagegen verstößt, wird bestraft.

- Das erste mal finden wir das ganz am Anfang der Bibel. Die Geschichte der Menschheit ist noch so frisch wie der
Keimling eines Mammutbaumes wie er an der Westküste der USA steht.

- Bäume die über 100 Meter hoch wachsen.
- Bäume für die man eine ganze Menschengruppe braucht, um sie unten zu umfassen.
- Diese Bäume beginnen ihr Leben mit einen Keimling, der gerade so den Boden durchbricht in dem er wächst.

- Schon in der Keimzeit der Menschheit verstoßen die Menschen gegen Gottes Gebot. Es hat sich nie gebessert, allerdings war es auch immer schon gleich schlimm.

- Sie sollten nicht vom Baum der Erkenntnis essen. Alle anderen Früchte standen ihnen zur Verfügung.
- Sie haben es getan und müssen die Konsequenzen tragen. Das liest sich dann so

1. Mo. 3, 14-19
Da sprach Gott, der Herr, zu der Schlange: »Weil du das getan hast, sollst du unter allen zahmen und wilden Tieren verflucht sein. Dein Leben lang sollst du auf dem Bauch kriechen und Staub fressen.
Von nun an setze ich Feindschaft zwischen dir und der Frau und deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen. Er wird dir den Kopf zertreten und du wirst ihn in seine Ferse beißen.«
Dann sprach er zu der Frau: »Mit großer Mühe und unter Schmerzen wirst du Kinder zur Welt bringen. Du wirst dich nach deinem Mann sehnen, doch er wird über dich herrschen.«
Und zu Adam sprach er: »Weil du auf deine Frau gehört und von der verbotenen Frucht gegessen hast, soll der Ackerboden deinetwegen verflucht sein. Dein ganzes Leben lang wirst du dich abmühen, um dich davon zu ernähren.
Dornen und Disteln werden auf ihm wachsen, doch du musst dich vom Gewächs des Feldes ernähren.
Dein ganzes Leben lang wirst du im Schweiße deines Angesichts arbeiten müssen, um dich zu ernähren - bis zu dem Tag, an dem du zum Erdboden zurückkehrst, von dem du genommen wurdest. Denn du bist aus Staub und wirst wieder zu Staub werden.«

- Gott wird später noch viel eindeutiger.
Röm 6,23 Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; das unverdiente Geschenk Gottes dagegen ist das ewige Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn.

- Deshalb brauchen wir alle die Rettung durch Jesus Christus.
- Wir könnten vor Gott nicht in Ordnung bringen, was unsere Sünde angerichtet hat.
- Menschen haben versucht mit Opfern die Sache zu klären, haben sich selbst gepeinigt, Gelübde abgelegt usw.
- Nie hat es aber eine grundsätzliche Änderung gegeben.
- Wenn Gott seine Schöpfung liebt, dann blieb ihm nur noch eines übrig, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.
- Er hat es getan. Sein Sohn verschafft allen die sich auf ihn berufen, die an ihn glauben die Begnadigung.

Röm 6,23 Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; das unverdiente Geschenk Gottes dagegen ist das ewige Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn.

- Das ist die wichtigste Botschaft der Bibel.

- Diese Botschaft ist das Vorzeichen bei allem Reden und Nachdenken über die Gebote Gottes.

- D.h. wir können in aller Betroffenheit von dem Thema reden und Nachdenken als wären wir nicht betroffen, denn unsere Schuld ist schon bezahlt, wenn:
wir Schuld einsehen
  • wir Schuld vor Gott bekennen
    wir Gott um Vergebung bitten

- Ein einfaches weiter so gibt es nicht.

- Also müssen wir schauen, wo der Hase im Pfeffer liegt oder jeder von uns sich im Schlamm der Sünde suhlt.
- Im Vorbereitungsteam haben wir folgende Punkte, folgende Fallstricke entdeckt und aufgezählt:

Scheidung,
  • - Scheidung ist heut zu tage, so scheint es, nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel.
- Das macht die Sache aber nicht weniger kompliziert.
- Allen sind die Auswirkungen klar. Eine Ehe, eine Familie geht getrennte Wege. Es bleiben Narben zurück. Ja nach Art der Trennung können diese größer oder kleiner sein, schneller oder nie wieder zuheilen.
- Wenn es zur Scheidung kommt, ist nie nur ein Partner schuld. Meist liegt die Ursache in einer starken, zu starken Ich-Bezogenheit. Ich habe den anderen nicht mehr im Blick.
- Den anderen glücklich zu machen war einmal das Ziel mit dem man die Ehe angetreten hat.
- Inzwischen geht es um mich.
- Scheidung ist nicht nur eine zivilrechtliche Angelegenheit im Bürgerlichen Gesetzbuch, sondern auch immer ein Regelverstoß gegen Gottes Gebote.

- In Matthäusevangelium lesen wir dazu unter anderen:

Matthäus 5,31+32 Von der Ehescheidung
31 Ihr habt gehört, dass es im Gesetz von Mose heißt: `Ein Mann darf sich von seiner Frau scheiden lassen, wenn er ihr einen Scheidungsbrief ausstellt.´
32 Ich aber sage: Wenn ein Mann sich von seiner Frau scheiden lässt - es sei denn, sie war untreu -, macht er sie zur Ehebrecherin. Und wer eine geschiedene Frau heiratet, begeht ebenfalls Ehebruch.

- Jesus ist uneindeutig eindeutig. Ehescheidung wird hier nicht als Sünde benannt. Jesus macht aber deutlich: Beim Scheitern einer Ehe laden beide Schuld auf sich, da eine Ehe keine zeitliche Begrenzung erfährt.

- Dennoch gab und gibt es Scheidungen. Dazu:

Matthäus 18, 8
8 Jesus antwortete: »Mose erlaubte die Ehescheidung, weil eure Herzen hart sind, aber ursprünglich war sie nicht Gottes Wille.
- „...es war nicht Gottes Wille.“ Auch das ist eine Definition für Sünde.

-bis vor einiger Zeit bin ich der Überzeugung gewesen, dass eine Scheidung und die dadurch entstandenen Narben niemals wieder vergehen also immer wieder ins Gedächtnis kommen.
-doch heute bin ich der vollen Überzeugung, dass wenn Gott alles möglich ist, er auch an dieser Stelle zerbrochene Herzen heilen kann.
-bei Gott ist Hoffnung auf Vergebung und Neuanfang
-das wird vielleicht nicht von jetzt auf gleich sein, aber Gott sieht ins Herz
und ist fähig Körper, Geist und Seele zu heilen, wenn wir ihn ernstlich darum bitten

  • Pornografie/Internet/Fantasie, was sehen die Augen,
    Ehebruch ist Unzucht. Pornos angucken fällt auch in den Bereich Unzucht = Sünde.
- So die Meinung von Theologen. Das Wort Pornografie kommt aber in der Bibel so nicht vor.
- Uns muss klar sein, dass in puncto Sexualmoral, wir heute in den wahrscheinlich moralischeren Zeiten leben.
- Das erscheint uns unglaublich, wir scheinen uns verhört zu haben, genau
anders herum ist es unserer Meinung nach wahr. Wir empfinden unsere Welt oft als sexuell aufgeladen.
- Doch damals war das nicht besser.
- Alle möglichen Sexualpraktiken, verabscheuungswürdige Praktiken waren an der Tagesordnung.
- Sexualität spielte sich auch damals nicht nur in einen Kämmerlein ab.
- An heidnischen Heiligtümern war Tempelprostitution üblich.
- Auch die Vielehe war üblich, auch unter dem Volk Gottes.
- Und wer da mit wem ins Bett ging – da schlägt man heute die Hände über den Kopf zusammen.

- Um ehrlich zu bleiben, muss man sagen, dass Gott dies in keiner Weise verurteilt. Fast schon eine Ausnahme: Sodom und Gomorrha. Lest mal selbst das ganze erste Buch Mose durch.

Wir müssen gar nicht spekulativ bleiben. Nicht fragen‚Was _würde_ Jesus von Pornografie denken?‘, sondern wir fragen ‚Was denkt Jesus von Pornografie?‘ und finden die Antwort von ihm selber… wo? In der Bibel. Schon vor rund 2.000 Jahren sagte Jesus über das lustvolle Angucken von Frauen: „Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.“

- In Gesprächen mit Männern erfahre ich immer wieder, dass Pornografie für die einen zum Leben gehört und andere es als schwere Sünde empfinden.

- Die ersteren meinen: Es entspannt gerade auch in Zeiten in denen aus unterschiedlichen Gründen (Ermangelung von Zeit, Lust der Partnerin, eigene oder Krankheit der Partnerin, lange Zeit fern sein) kein Sex möglich ist.

- Männer wissen dann tatsächlich oft nicht wohin mit ihrer Lust.
- Für sie ist Pornografie ganz etwas anderes als Liebe. In den meisten Fällen hat es nichts mit dem Herzen zu tun, Liebe spielt keine Rolle, sondern es geht um ein menschliches, besser gesagt: männliches Bedürfnis.
- Männer würden nicht davon ausgehen, dass sie die Ehe in diesem Fall brechen. Tatsächlich kann bei Männern der innere Druck so groß sein, dass sie in die Verlegenheit kommen könnten eine Prostituierte aufzusuchen.
- Männer berichten, dass der Porno hilft, damit genau das nicht passiert. Es nicht zum Geschlechtsakt mit einer fremden Frau kommt.

- Man(n) muss sich bewusst sein, dass er seine Ehe durch das Schauen von Pornos gefährdet, weil seine Sexalität nicht mehr auf seine Frau bezogen ist, sondern auf die Frauen im Porno.

- Man kann sich den Gebrauch von Pornos schön reden. Geht übrigens mit jeder liebgewordenen Sünde, aber am Ende ist es nicht nach Gottes Willen, ist Sünde. Es sich schön zu reden ist am Ende Selbstbetrug.


- Was tun?

- Internetseiten auf meinem PC sperren (lassen).
- Die Situationen meiden, besser oder bewusst anders füllen.
- Um Befreiung beten. Auf Gottes Kraft vertrauen.

- Keine Angst! Gott kennt dich, mehr noch er liebt dich, wie in Vater sein Kind liebt und du darfst auch nach einem Scheitern, nach einem verlorenen Kampf zu ihm mit der gleichen Sache immer wieder kommen.

- Der Blick einer Frau hilft Männern sicher besser zu verstehen, was unter der Oberfläche, in unseren Köpfen abläuft. Deshalb wird Susan heute mit in die Predigt einsteigen.

-für mich als Frau, fühlen sich Pornos als Bilder oder Filme, Kalender mit nackten Frauen in der Werkstatt meines Mannes (die es dort zum Glück nicht gibt) als absolut Zerstörerisch an.
-eine Ehefrau fühlt sich mit dem Wissen, das der eigene Mann Pornobilder im Kopf hat, absolut ausgenutzt und wertlos, weil diese sich auf jeden Fall ins Gehirn eingraben.
-zusätzlich fühlen wir uns nicht mehr schön genug, in dem Wissen, dass diese Frauen bestimmt keine Schwangerschaftsstreifen und so weiter haben
-kommt es dann zum Sex, funktioniert bei uns Frauen nichts mehr, weil ich mir vorkomme, als wäre Ich jetzt die Gummipuppe.
-so kommt ein Kreislauf in Gang, der die Freude am Sex zerstört und die Ehe absolut aufs Spiel setzten kann
-Aber Gott sei Dank, gibt es bei Gott auch für solche Dinge eine Lösung.
-Gott kann auch pornografische Bilder absolut löschen, wenn wir ihn
ernsthaft darum bitten und eine Ehe heilen lassen, wenn man ernstlich seine Schuld bekennt und um Vergebung bittet.

- Mich würde interessieren, ob auch Frauen Männern lüstern nach sehen? Könnte der Vers also auch heißen: „Wer einem Mann auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihm begangen.“?

-Ja, dass gibt es auch bei Frauen aber auf einer anderen Ebene.
-es ist sicherlich nicht so ein Kopfkino auf sexueller Ebene sondern eher ein schöner Anblick, ein zweites Hinschauen
-wer von uns Frauen sieht nicht gern Muskeln oder Sixpack
-wir suchen aber eher nach Verständnis, Wertschätzung und Zuneigung
-dadurch fühlen wir uns geliebt
-Was ist, wenn ich in einer intakten Ehebeziehung lebe und plötzlich verliebe ich mich in einen Anderen?
-Habt ihr das auch schon erlebt?
-So ging es mir vor einigen Jahren.
-Das ist eine eindeutige Versuchung. Der Satan greift an.
-Jetzt muss ich eine klare Entscheidung in meinem Herzen treffen. Es ist meine Verantwortung!
-Ich habe zu Gott förmlich geschrien.
-Meine Konsequenzen sollten an diesem Punkt folgende sein: Handynummer löschen, Kontakt meiden oder ganz abbrechen, immer wieder Gott sagen, dass er diese Verliebtheit löschen soll oder ähnlich beten. Je nach Situation gibt es sicherlich noch andere Konsequenzen.
-Ich konnte erfahren, dass Gott diese Gefühle ausgelöscht hat und er mit mir da hindurch gegangen ist. Es hat zwar einige Zeit gedauert, aber irgendwann war ich da durch.
-Ich habe diese Sache danach auch Christfried erzählt.

 -Wo fängt Ehebruch an? Ehe vernachlässigen, Ehepflege, Treue, flirten?
  • - Wir bleiben bei der gleichen Bibelstelle, nicht weil es so wenige Stellen für das Thema gäbe, sondern weil diese Stelle so vielschichtig ist.
- Ehebruch beginnt also nicht im fremden Bett, sondern schon viel eher.
- Da ist es durchaus manchmal schwierig für Männer, was sie da alles sehen. Ich meine noch nicht das Internet oder irgendwelche Filmchen, sondern im normalen Leben, auf Arbeit, im Verein, am Strand…

-Darf ich an dieser Stelle die Frauen fragen, wie ziehst du dich in der Öffentlichkeit an? Wie weit muss ein Ausschnitt geöffnet sein?
-Übernehme ich/übernimmst du an dieser Stelle Verantwortung?
-Wir müssen wissen, was das in den Köpfen der Männer bewirkt und ich denke, wir machen uns an dieser Stelle auch schuldig.

- Wir sind in diesen Fällen nicht verantwortlich, was unsere Augen sehen, aber dafür was unsere Gedanken daraus machen.

- Den sogenannten harmlosen Flirt gibt es aus meiner Sicht nicht. Immer wird einer mehr verstehen als der andere eigentlich meint. Warum nicht mit seinen Partner flirten?

-das finde ich als Frau übrigens sehr gut

- Missverständnisse im Umgang miteinander. Grundsatz in der Seelsorge: Männer sprechen mit Männern und Frauen mit Frauen. Nicht wenige halten das für veraltet. Aber ich kenne Beispiele, in denen genau das schief gegangen ist.
-Seelsorge ist in diesen Zeiten, wo Ehe schlecht läuft, wichtig
-es sollte aber auch gemeinsame Seelsorge oder auch genannt, Ehe-oder
Paarberatung, in Anspruch genommen werden
-zu den Männern möchte ich sagen, schmeißt nicht gleich nach der ersten Sitzung die Flinte ins Korn
-es zeigt deiner Frau echten Respekt, wenn ihr daran teilnehmt und Euch bewusst darauf einlasst
-
der Prozess der Ehekrise ist nicht von jetzt auf gleich gekommen, genauso wird Neuanfang und Heilung auch ein Prozess sein, wenn Du es zulässt!
-Christfried und mir hat auch in schwierigen Ehezeiten das gemeinsame Gebet geholfen, und das ging aber auch nicht von selbst
-es kostet Überwindung, gemeinsam laut zu beten und sich damit auch voreinander zu outen

- Erstaunlich finde ich wie naiv Menschen jeden Alters in unserer so aufgeklärten Zeit mit Körperlichkeit umgehen.
- Da kremt ein Mädchen einen Jungen auf der Freizeit ein. Eigentlich denken die meisten, da ist doch nichts dabei, aber gerade das ist naiv.
- Berührungen sind immer sehr intensiv und intim.
- Es gibt Menschen, die können auch das anfassen am Arm bei einer Begrüßung nur ganz schwer ertragen.
- Welche Phantasien und Gefühle spielen anschließend dabei eine Rolle?
- Es liegt also in der gegenseitigen Verantwortung, wie wir mit körperlichen Kontakten umgehen.
-Hat Dir irgendwann mal jemand erzählt, wie Jungs ticken? oder wie Mädchen ticken?
-Ich muss sagen, wir als Eltern oder Großeltern, Du und ich, haben an dieser Stelle eine große Verantwortung gegenüber unserer Jugend/ unseren Kinder/ unseren Enkeln
-Es gibt da zum Beispiel gute Bücher: „Wie Jungs ticken!“ „Mädelskram“ oder „Barfuß im Beziehungsdschungel“(Team F)
-und ab einem bestimmten Alter wird dann so ein Buch verschlungen, die jungen Leute wollen die Wahrheit wissen
-ich hatte einen sehr guten Opa. Eines Tages sagte er zu mir: Susan, bete jeden Tag für Deinen Ehemann. Ich werde das auch für Dich tun.
-Damals war ich vielleicht 16 Jahre oder jünger.
-Ich habe das sehr ernst genommen und kann heute sagen, dass das für mich zum Segen wurde.

- Ehe braucht Pflege. Ich muss gestehen, dass ich da nicht gerade der Vorzeigemann bin. Zu selten bringe ich meiner Frau Blumen mit. Dafür koche ich gern für Sie, aber ob sie das so versteht?
-Ehe ist kein Selbstläufer!
-ich möchte euch an dieser Stelle fragen: kennst du die Liebessprache deiner Ehefrau, Deines Ehemannes? Denn genau diese, füllt den Liebestank. Dazu kann ich hier nur das Buch empfehlen: Die 5 Sprachen der Liebe. Oder ein Hörbuch?!

- Ehe braucht für die Pflege auch gemeinsame Zeit. Schwierig, wenn das Gewissen durch die berufliche Beschäftigung beider schon immer mahnt, dass die Kinder mehr Zeit brauchen.
-Küsst oder Umarmt ihr Euch manchmal im Beisein Eurer Kinder? Ich bin davon fest überzeugt, dass Kinder durch diese sichtbaren Zeichen der Liebe von Vati und Mutti, Geborgenheit und Annahme auf eine Art vermittelt kriegen, dass selbst bei zu wenig Zeit für die Kinder, kein Mangel entsteht.
-Kinder spüren stärker als wir glauben, wenn etwas nicht stimmt.
-und trotzdem ist es auch gerade für uns Frauen von hoher Wichtigkeit, dass sich mein Ehemann Zeit nimmt für mich, und wenn es nur ein kurzer Austausch bei einer Tasse Kaffee ist oder ein Telefonat während der Geschäftsreise
-das vermittelt uns Wertschätzung

Wiederheirat Röm 7,2+3
  • 2 Lasst es mich an einem Beispiel deutlich machen: Wenn eine Frau heiratet, ist sie durch das Gesetz an ihren Mann gebunden, solange er lebt. Wenn er aber stirbt, haben die Ehegesetze keine Gültigkeit mehr für sie.
3 Hätte sie einen anderen Mann gehabt, während ihr Ehemann noch lebte, hätte sie Ehebruch begangen. Aber wenn ihr Ehemann stirbt, ist sie von diesem Gesetz frei und begeht keinen Ehebruch, wenn sie wieder heiratet.

  • christliche Haustafel (Epheser),

    Epheser 5, 21-25  Über die Ehe

    Ordnet euch aus Achtung vor dem Herrn bereitwillig einander unter.
    Ihr Ehefrauen sollt euch euren Männern unterordnen, so wie ihr euch
  • dem Herrn unterordnet.
    Denn der Mann ist das Haupt seiner Frau, wie Christus das Haupt seines Leibes - der Gemeinde - ist, für die er sein Leben gab, um sie zu retten.
    So wie die Gemeinde sich Christus unterordnet, sollt ihr Ehefrauen euch auch euren Männern in allem unterordnen.
    Und ihr Ehemänner, liebt eure Frauen mit derselben Liebe, mit der auch Christus die Gemeinde geliebt hat. Er gab sein Leben für sie,

- Diese Stelle bereitet uns Bauchschmerzen. Bereitet sie nicht Unterdrückung, Missbrauch u.u.u. den Boden?
- Wenn wir sie richtig lesen, dann heißt es dies genau nicht. Paulus stellt Jesus Christus als Maßstab für den Umgang untereinander auf.
- Jesus war nicht Despot, sein Verhalten gegenüber Frauen war von Achtung gekennzeichnet, an manchen Stellen fast schon revolutionär.
- Jesus gibt sein Leben für die Gemeinde. Kann es einen stärkeren Liebesbeweis geben, als sein Leben zu lassen?
- So sollen sich Männer für ihre Frauen aufopfern. Wer das tut, kann sich nicht despotisch verhalten. Im Gegenteil er übernimmt Lasten, trägt Lasten, trägt seine Frau auf Händen.
 
-Genau diese Bibelstelle konnte ich vor einiger Zeit nicht für mich in Anspruch nehmen.
-Es wehrte sich etwas in mir: unterordnen, der Mann ist das Haupt seiner Frau…
-genau an dieser Stelle stand mein Stolz mir im Wege
-Das kann bei anderen vielleicht Minderwertigkeit oder Verletzungen aus der Vergangenheit sein
-Doch als ich meinen Stolz erkannte und Gott um Vergebung gebeten hatte, sah ich irgendwann auch diese Verse mit anderen Augen, eben mit dieser Wertschätzung, die Jesus immer für Frauen hatte
-Sie bedeutet nicht, Frau schalte Dein Gehirn aus, der Mann hat das Sagen! Sondern:
-Wenn ich weiß, dass mein Mann, der gern nach Gottes Maßstäben lebt, alles für mich tut, sogar sterben würde, dann ordne ich mich ihm gern unter und darf trotzdem noch mitdenken.
-genau das, lässt mich ihn achten und ehren
-Wenn ich dann im Alltag erlebe, wie er mich achtet, keine dreckschleuderischen Reden über Frauen schwingt, Geld verdient, mich unterstützt und noch vieles mehr, dann beschenkt mich Gott mit neuer Verliebtheit.
-und wer sehnt sich nicht nach Verliebtsein in den eigenen Partner? mitten im Alltag?

Sex vor/außerhalb der Ehe,
  • - Es gibt keinen Sex außerhalb der Ehe. Das behaupte ich. - Wenn ich die Bibel richtig verstehe, beginnt Ehe unter anderen eben schon dort wo Mann und Frau Sex haben. Das bedeutet, egal ob vor einer offiziell geschlossenen Ehe oder neben bestehenden Ehe Sex zu haben, verheiratet mich vor Gottes Augen mit dem Sexpartner. Ich begehe Ehebruch.

- Was tun wenn es doch passiert ist?

Johannes 8, 3-7 Eine Frau wird beim Ehebruch ertappt

3 Während er sprach, brachten die Gesetzeslehrer und Pharisäer eine Frau herein, die sie beim Ehebruch ertappt hatten. Sie stellten sie in die Mitte.
4 »Meister«, sagten sie zu Jesus, »diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ertappt worden.
5 Nach dem Gesetz Moses muss sie gesteinigt werden. Was sagst du dazu?«
6 Damit wollten sie ihn zu einer Aussage verleiten, die sie gegen ihn verwenden konnten. Doch Jesus bückte sich und schrieb mit dem Finger in den Staub.
7 Aber sie ließen nicht locker und verlangten eine Antwort. Schließlich richtete er sich auf und sagte: »Wer von euch ohne Sünde ist, der soll den ersten Stein auf sie werfen!«

- Wieso nun auch noch diese Bibelstelle?
- Weil sie deutlich macht, wie Jesus ist.
- Er ereifert sich nicht über die Entdeckung der Sünde, sondern er will Veränderung bewirken.
- Er will vergeben und sich nicht krampfhaft an der Sünde festhalten.
- An anderer Stelle kommt er mit einer Frau am Brunnen ins Gespräch und deckt ihr Leben im Zweiergespräch auf. Benennt die Sünder der Frau, die sie in puncto Ehe begangen hat. Er verurteilt nicht, sondern fordert sie auf nach Hause zu gehen, ihr Leben zu ändern und es nicht wieder zu tun.
- Es ist spekulativ, aber aus dem eigenen Erfahren wissen wir, dass wir zu Jesus auch wieder kommen können, mit der gleichen Sache, tausend mal.

- Gott lässt dich anders sein. Auch wenn alle anderen anders handeln, wenn man dir erklärt, das sei das Normalste von der Welt, Gott hat dich befreit. Du musst nicht mehr nur triebgesteuert dem Tier in dir gehorchen.

- Gott will, dass du auch auf sexuellem Gebiet glücklich wirst. Geist, Körper und Seele gehören für ihn zusammen.